Serie:
"Antike und Gegenwart"
Dialog mit der Vergangenheit
Archäologische Fragmente und überlieferte Bildwelten werden in eine zeitgenössische Bildsprache übersetzt. So entstehen Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, in denen Erinnerung, Spuren und Wahrnehmung neu erfahrbar werden.
Von der Antike über das mittelalterliche Rungholt bis in die Gegenwart
Andrea schöpft als Archäologin aus einem beeindruckenden Repertoire vergangener Kulturen, das sie meisterhaft in ihren Kunstwerken zum Ausdruck bringt. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen dabei zu neuen Bildräumen: Archäologische Fragmente, Erinnerungen und Spuren der Zeit werden sichtbar und verbinden sich mit heutigen Empfindungen. Neben der Malerei fließen auch Radierungen in diese Werkgruppe ein ‒ eine selbst historisch gewachsene Technik, die den Dialog mit der Vergangenheit auf einer weiteren Ebene fortführt.
Historische Orte wie das sagenumwobene Rungholt erscheinen in neuen Zusammenhängen, während Werke wie Tunis die Sehnsucht nach Wandel und Freiheit thematisiert.
Buddha Gandhara
90 x 110 cm
Farbpigmente, Acryl und Pastell auf Leinwand.In Acryl, Pastell und Tinte.
Das Werk zeigt ein semi-abstraktes Porträt des Buddhas, das Ruhe und spirituelle Erhebung vermittelt. Inspiriert von der Gandhara-Skulptur verbindet das Werk kulturelles Gedächtnis mit zeitgenössischem Ausdruck.
Drache des Glücks
70 x 100 cm
Farbpigmente, Acryl,Tempera und Pastell auf Leinwand.
Der Drache des Glücks greift auf asiatische Symbole zurück, um Stärke, Wohlstand und Optimismus zu verkörpern. Tiefrote Töne verstärken seine emotionale Wirkung, während goldene Akzente Eleganz und Raffinesse hinzufügen. Das Werk strahlt Energie und Selbstbewusstsein aus und schafft eine lebendige Atmosphäre.
Rungholt
100 x 120 cm
Farbpigmente, Acrylbinder, Tinte, Pastell und Kupferdruckfarbe auf Leinwand.
Dieses Werk thematisiert die Sturmflut von Pellworm, die das mittelalterliche Rungholt einst verschlang. Expressive, weit gesetzte Bewegungen lassen die Wucht des Meeres und die Zerbrechlichkeit der Küste aufeinandertreffen. Die angedeuteten Umrisse des versunkenen Ortes in der Nordsee erscheinen wie ein Echo aus dem Watt – ein Moment, in dem Naturgewalt und Erinnerung ineinander übergehen.
Antike
100 x 100 cm
Farbpigmente, Acrylbinder, Pastell und collagierte Radierung auf Leinwand.
Dieses Gemälde erscheint wie ein archäologisches Rätsel. Aus der Suche nach Spuren vergangener Zeiten entsteht ein Bildraum, der sich jeder eindeutigen Zuordnung entzieht: ein möglicher Eingang, ein sakraler Rest, ein Fragment wie aus Pompeji. Das Werk hält seine Bedeutung bewusst offen. Im Mittelpunkt steht der Moment des Betrachtens – die Schwelle zur Geschichte, an der Erinnerung und Vorstellung ineinandergreifen.
Tunis "Arabischer Frühling"
100 x 100 cm
Farbpigmente, Acryl, Pastell und Öl auf Nessel.
Dieses Werk fängt einen entscheidenden Moment des „Arabischen Frühlings“ ein: die frühen Phasen der Revolution vor dem tunesischen Parlament im Frühjahr 2011. Inspiriert von einem Foto der Reporterin und Fotografin Holly Pickett (New York Times), wird die Szene durch malerische Interpretation neu gestaltet.Die Komposition verbindet dokumentarische Präzision mit künstlerischer Abstraktion und schafft einen Raum, in dem kollektives Gedächtnis und individuelle Wahrnehmung miteinander verschmelzen. Mehr als nur ein Bericht über politische Umwälzungen reflektiert das Gemälde die Kraft von Bildern, Geschichte zu bewahren und Emotionen zu intensivieren.
Holy things
65 x 75 cm
Farbpigmente, Acryl, Pastell, Sand und Öl auf Leinwand
In diesem Werk entfalten sich Schichten aus Acryl, Pastell und Vergoldung zu einer mystischen Tiefe. Der hinzugefügte Sand verleiht eine greifbare Textur und macht das Metaphysische spürbar. Das Gemälde wird so zu einer Reise ins Unsichtbare – einem Symbol des Heiligen in der Vergänglichkeit. Es erfüllt jeden Raum mit einer ruhigen und doch kraftvollen Energie und lädt Betrachter ein, innezuhalten, nachzudenken und zu fühlen.
Egypt Affairs
100 x 100 cm
Farbpigmente, Acryl, Pastell und goldfarbene Pigmente auf Leinwand.
Diese Arbeit erforscht die metaphysische Verbindung zwischen Licht und Schatten, inspiriert von der symbolischen Bildsprache des alten Ägypten. Die goldenen Akzente erinnern an das Strahlen der Sonne über dem Nil und symbolisieren verborgene Energien, die im Dunkeln leuchten. So wird ein altes spirituelles Erbe in eine zeitgenössische Bildsprache übersetzt, die den Betrachter einlädt, eine andere Dimension zu betreten und das Unsichtbare zu spüren.
Egypt Affairs I, Radierung
33 x 43 cm
Diese orangefarbene Radierung folgt eng dem altägyptischen Relief, das ihr zugrunde liegt. Die Szene der Kronendarbietung durch Ptolemaios XII. bleibt in ihrer formalen Klarheit erhalten und wird lediglich durch die Technik der Radierung in ein anderes Medium übertragen. So entsteht ein Werk, das die historische Geste bewahrt und in einer neuen technischen Form sichtbar macht.