Meine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Natur, Kultur und Zeit. Ausgangspunkt sind reale Eindrücke von Landschaft, Küste und maritimen Räumen, die im malerischen Prozess überlagert, fragmentiert und neu zusammengesetzt werden.
Geprägt von einer archäologischen Sensibilität interessiert mich weniger die Abbildung eines Ortes als seine Lesbarkeit als zeitliche Schichtung. Landschaft erscheint als Träger von Spuren, Erinnerung und Transformation. Wasser und Meer nehmen dabei eine besondere Rolle ein: Sie zeigen Landschaft im Zustand permanenter Veränderung und lassen Grenzen zwischen Oberfläche und Tiefe verschwimmen.
In meinen Bildräumen überlagern sich Gegenständlichkeit und Auflösung. Zeit wird nicht linear gedacht, sondern als Gleichzeitigkeit von Schichten, Eindrücken und Zuständen erfahrbar. So entstehen Malereien zwischen Beobachtung und Imagination, die Landschaft als erweiterten Erfahrungsraum öffnen.
Durch bewusst gewählte Farbkompositionen und symbolische Elemente lade ich Betrachterinnen und Betrachter ein, eigene Deutungen zu entwickeln. Die Werke fungieren als Chiffren – visuelle Impulse für persönliche Gedankenräume.
Mein künstlerisches Anliegen ist es, ein Bewusstsein für die Verbindung von Natur und Kultur zu stärken und Verantwortung für unsere Umwelt zu fördern. Eine Zukunft, in der kulturelle Entwicklung und Naturschutz im Einklang stehen, verstehe ich nicht als Utopie, sondern als gemeinsame Aufgabe.